Zusammengefaßt von
Christian Freier
Bettina- von- Arnim-
Oberschule Leistungskurs Biologie
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Hausaufgaben in Biologie
Umwelt ist die Gesamtheit aller Faktoren, die auf einen Organismus oder
seine Teile von außen einwirken.
Die Biosphäre ist der von Lebewesen besiedelte Teil der Erdkugel. Sie erstreckt sich über Teile der Atmosphäre, der Litosphäre und Hydrosphäre. Lebewesen können in der Atmosphäre bis zu einer Höhe von 18 km existieren. Im Bereich der Litosphäre dringen sie in der Regel nur wenige Meter tief in das Erdreich ein. Die Hydrosphäre ist in ihrer gesamten Ausdehnung belebt.
Ein Biotop ist der Lebensraum einer Lebensgemeinschaft (Biozönose) und ihrer Einzelglieder (der Organismen). Er ist durch die Gesamtheit der in ihm wirkenden Umweltfaktoren gekennzeichnet.
Die Umweltfaktoren bilden in ihrer Gesamtheit die Lebensbedingungen, die auf Organismen fördernd oder hemmend wirken. Zu den Umweltfaktoren gehören die von den Organismen ausgehenden Wirkungen (biotische Faktoren) und solche, die aus der aus der nichtlebenden Natur stammen (abiotische Faktoren).
Biotische Umweltfaktoren. Äußern sich in Form bestimmter Beziehungen der Organismen untereinander (z.B. Nahrungsbeziehungen, Konkurrenzbeziehungen, Fortpflanzungsbeziehungen).
Abiotische Beziehungen. Sind Licht, Wasser, Temperatur sowie mechanische und chemische Einwirkungen der Umwelt auf die Organismen.
Der Toleranzbereich
ist die Spanne zwischen den Grenzwerten eines Umweltfaktors, die die
Lebensprozesse eines Organismus gerade noch ermöglichen. Er wird gekennzeichnet
durch das
-
Minimum als
unteren Grenzwert des Toleranzbereiches,
-
Maximum als
oberen Grenzwert des Toleranzbereiches,
-
Optimum als
der für den Organismus günstigste Wirkungsbereich des Faktors.
Die Abhängigkeit
der Lebensprozesse von der Ausprägung des Umweltfaktors läßt sich durch eine Toleranzkurve
grafisch darstellen.

Innerhalb der
Ausprägung eines Faktors ist derjenige Bereich, der den Ansprüchen der
Organismen am besten genügt (Optimum), der Vorzugsbereich. Tiere können diesen
Bereich meist aktiv aufsuchen.
Die physiologische
und die ökologische Potenz eines Organismus können sich ändern; beispielsweise
-
im Verlauf der
Individualentwicklung (z.B. Unterschiede zwischen Jungtieren und erwachsenen
Individuen, zwischen Larven und geschlechtreifen Tieren),
-
bei jeweils
unterschiedlicher Wirkung weiterer Umweltfaktoren (z.B. veränderter Anspruch an
Feuchtigkeit bei unterschiedlichen Temperaturen).
Die ökologische
Potenz ist die Fähigkeit der Organismen einer Biozönose, Schwankungen von
Umweltfaktoren bei gleichzeitiger Einwirkung der Konkurrenz durch andere
Organismen der Biozönose innerhalb des Toleranzbereiches zu ertragen.
Stenöke Arten. Können Schwankungen von Umweltfaktoren kaum ertragen, sie sind
an eine bestimmte Intensität der Umweltfaktoren angepaßt. Stenöke Arten haben
eng begrenzte Verbreitungsgebiete.
Euryöke Arten. Können Schwankungen von Umweltfaktoren
ohne wesentliche Beeinträchtigung ertragen. Sie haben in der Regel ein größeres
Verbreitungsgebiet als stenöke Arten.
Eine Art kann
gegenüber einem Umweltfaktor (z.B. gegenüber der Temperatur) stenök (z.B.
stenotherm) sein, gegenüber einem anderen Faktor (z.B. gegenüber dem Salzgehalt
des Wassers) aber euryök (eurytherm) sein.
Die physiologische
Potenz ist die Fähigkeit eines Organismus, in einer Reinkultur, also ohne die
Wirkung der Konkurrenz durch andere Organismen, Schwankungen eines
Umweltfaktors innerhalb des Toleranzbereiches zu ertragen.
Die physiologische
Potenz ist in der Regel größer als die ökologische Potenz, in seltenen Fällen
können beide gleich groß sein.

Die ökologische
Nische umfaßt alle die Umweltfaktoren, die ein bestimmter Organismus aus der
Gesamtheit aller Umweltfaktoren eines Lebensraumes für sch nutzt. Eine neben
ihm im gleichen Lebensraum vorkommende Art hat in der Regel eine andere
ökologische Nische.
Die Lebewesen eines
Lebensraumes haben verschiedene Möglichkeiten der Einmischung, zum Beispiel
durch
-
unterschiedliche
Aktivitäten zu bestimmten Tages- bzw. Jahreszeiten,
-
unterschiedliche
Fortpflanzungszeiten,
-
unterschiedliche
Nutzung des Nahrungsangebots im Lebensraum,
Die von der Sonne ausgehende
Strahlen erscheinen im Bereich der Wellenlängen von 390nm bis 780 nm als
sichtbares Licht. Licht hat verschiedene Intensität (Beleuchtungsstärke), in
Abhängigkeit von der Wellenlänge verschiedene Farben und wirkt auf Organismen
mit einer bestimmten Dauer (Tageslänge) ein. Licht beeinflußt:
-
als
Energiequelle die Fotosynthese
-
die
Geschwindigkeit und die Richtung pflanzlichen Wachstums,
-
die
Aktivitäts- und Ruhephasen der Organismen (z.B. Tag- und Nachtaktive),
-
die
Geschwindigkeit der Individualentwicklung einiger Organismen (z.B. Lang- und
Kurztagpflanzen)
Je nach
Beleuchtungsstärke können an einer Pflanze Licht- und Schattenblätter
ausgebildet sein. Es gibt typische Lichtpflanzen und Schattenpflanzen mit
charakteristischer Angepaßtheit an die Lichtverhältnisse des Standortes.

Reaktion der Pflanzen auf die Dauer der Lichteinwirkung. Bei Sproßpflanzen gibt es in Abhängigkeit von der Dauer der Lichteinwirkung Kurztag-, Landtag- und Tagneutrale Pflanzen.
- Kurztagspflanzen: Übergang von der vegetativen zur generativen Phase erfolgt nur bei einer Belichtung von weniger als 12 Stunden pro Tag (z.B. Reis, Baumwolle).
- Landtagspflanzen: Übergang von der vegetativen zur generativen Phase erfolgt nur bei einer Belichtung von mehr als 12 Stunden pro Tag (z.B. Roggen, Hafer).
- Tagneutrale Pflanzen: zeigen keine Beziehung zur täglichen Belichtungsdauer beim Übergang von der vegetativen zur generativen Phase (z.B. Sonnenblume).
Tiere reagieren auf Licht beispielsweise mit bestimmten Verhaltensweisen:
- Sie haben einen deutlichen Tag- Nachtrhythmus mit Ruhe- und Aktivitätsphasen (nachts- und tagaktive Tiere),
- Bei bestimmten Helligkeitswerten der Morgenstunden beginnen Singvögel mit dem Gesang (Vogeluhr).
Wasser gehört zu den Grundvoraussetzungen für die Lebensfähigkeit der Organismen. Wasserpflanzen und Wassertiere nutzen Wasser ständig als Lebensraum. Nur wenige Organismenarten oder Teile von Organismen (Samen, Sporen) können längere zeit ohne Wasserzufuhr bei stark eingeschränktem Stoffwechsel überdauern, Wasser dient den Organismen als
- Lösungs- und Transportmittel für Nährstoffe und Stoffwechselprodukte,
- Bestandteil des Zellplasmas und Quellmittel,
- Reaktionsstoff in vielen Stoffwechselreaktionen (Fotosynthese, Atmung, Verdauung)
Die Art des Niederschlages (Schnee, Regen, Nebel), die zeitliche Verteilung (Sommer, Winter) und die örtlichen Besonderheiten des Lebensraumes (z.B. dem Niederschlag zugewandte oder abgewandte Abhänge der Gebirge) beeinflussen die Pflanzendecke der Erde.
Tiere suchen in der Tegel Lebensräume mit ausreichendem Wasserangebot auf oder meiden Lebensräume, in denen die Verdunstung die Wasseraufnahme übersteigt. Tiere mit ähnlicher Angepaßtheit an den Wasserfaktor bilden ökologische Gruppen.
Pflanzen reagieren auf die Wasserverhältnisse in ihrem Lebensraum mit Angepaßtheit in physiologischen und morphologisch- anatomischen Merkmalen. Wechselfeuchte Pflanzen gleichen ihren Wassergehalt weit gehend dem Feuchtigkeitszustand ihrer Umgebung an; ihre Zellen haben keine Zentralvakuole; das Plasma schrumpft bei Eintrocknung allmählich, der Stoffwechsel wird eingeschränkt.
Eigenfeuchte Pflanzen können den Wasserhaushalt in den Zellen konstant halten; ihre Zellen haben große Zentralvakuolen, die bei Trockenheit Wasser an das Plasma abgeben.
Lebensprozesse laufen im allgemeinen zwischen Null °C und 40 °C ab. Unterschreiten dieses Temperaturbereichs kann zum Gefrieren des Zellwassers, Überschreiten zur Gerinnung der Zelleiweiße führen. Viele Organismen ertragen aber kurzzeitig oder längerfristig niedrigere oder höhere Temperaturen (z.B. können Nadelbäume noch bei Minusgraden Fotosynthese durchführen, einige Bakterien leben in der Nähe heißer Quellen von über 60 °C).
Reaktionsgeschwindigkeit- Temperatur- Regel (RGT- Regel)
Die RGT- Regel besagt, daß bei chemischen Reaktionen die Reaktionsgeschwindigkeit bei steigender Temperatur zunimmt, sie verdoppelt sich etwa bei einer Zunahme der Temperatur um 10 °C. Da die Lebensprozesse der Organismen auf biochemischen Reaktionen beruhen, gilt diese Regel auch für die Lebewesen, wenn andere Umweltfaktoren gleichzeitig in optimaler Ausprägung wirken.
Die Berg´mannsche Regel (Größenregel) besagt, daß einige Vögel- und Säugetierarten in kälteren Klimazonen(in höheren Breiten und in Gebirgen) größer sind als nahe verwandte Arten in wärmeren Klimazonen (z.B. Eisbär - Braunbär, Polarfuchs – Rotfuchs). Große Tiere haben im Verhältnis zum Volumen eine kleinere Oberfläche. Es gibt viele Tierarten, die von dieser Regel abweichen.
Allen´sche RegelDie Allen´sche Regel (Proportionsregel) besagt, daß bei Vögeln und Säugetieren einige Arten in kalten Klimazonen kürzere Ohren, Schwänze oder Extremitäten haben als ihnen nahe verwandte Arten oder Unterarten in wärmeren Klimazonen. An langen äußeren Körperteilen kann Wärme abgestrahlt werden, kürzere Körperteile verhindern zu große Wärmeverluste.
Temperaturabhängigkeit und Reaktion auf den Temperaturfaktor bei gleichwarmen Tieren
Gleichwarme Tiere erzeugen im Stoff- und Energiewechsel Eigenwärme und halten ihre Körperwärme unabhängig von der Außentemperatur, weit gehend konstant ( Vögel, Säugetiere). Das wird durch Schutzeinrichtungen vor Unterkühlung oder Überhitzung (z.B. Haar oder Federkleid, Fettschichten) sowie durch den Atmungsstoffwechsel unterstützt. Gleichwarme Körpertemperatur schließt Schwankungen innerhalb bestimmter Grenzen ein. Im allgemeinen sind weit vom Körperinnern entfernte Organe (Extremitäten, Kopfanhänge) kälter als der Kopfkern. In Schlafzuständen wird die Körpertemperatur meist etwas herabgesenkt.
Winterruhe. Einige Säugetierarten gemäßigter Klimazonen überdauern die kalte Jahreszeit in einem Ruhezustand mit eingeschränkter Stoffwechselaktivität. Sie überbrücken das mangelnde Nahrungsangebot im Winter. Bei Hungerzuständen erwachen sie und nehmen angelegte Nahrungsvorräte auf (Eichhörnchen, Hamster).
Winterschlaf. Einige Säugetiere halten einen ununterbrochenen Winterschlaf. Sie senken die Körpertemperatur bis zu 5 ° C, den Energieverbrauch auf 1/10 des Normalwertes (Igel, Fledermaus, Murmeltier).
Temperaturabhängigkeit und Reaktion auf den Temperaturfaktor bei wechselwarmen Tieren
Wechselwarme Tiere erzeugen wenig Eigenwärme, nehmen Umgebungstemperatur auf und geben Wärme meist ungehindert an die Umwelt ab. Ihre Körpertemperatur entspricht weit gehend der Temperatur im Lebensraum. Folglich hängt ihre Lebensaktivität (Stoffwechsel, Bewegung, Dauer der Individualentwicklung) stark von der Außentemperatur ab; jenseits der aktiven Lebensbereiche tritt in der Regel Kältestarre bzw. Wärmestarre ein.

Organismen, die für Stoffabbau und Energiefreisetzung Sauerstoff benötigen (Atmung). Sie kommen nur in Biotopen mit ausreichendem Sauerstoffangebot vor.
Organismen, die Stoffabbau und Energiefreisetzung durch Gärungsprozesse ohne Sauerstoffbeteiligung realisieren. Sie können in sauerstofffreien (z.B. Faulschlamm der Gewässer) Biotopen existieren.
Poikilosmotische Organismen. Können die Salzkonzentration ihrer Körperflüssigkeit der der Umgebung anpassen.
Homoiosmotische Organismen. Halten die Salzkonzentration ihrer Körperflüssigkeit konstant. Sie sind gegenüber der Umwelt hypotonisch (Meeresfische) oder hypertonisch (Süßwassertiere).
Konkurrenz ist der Wettbewerb zwischen zwei Organismen mit gleichen Umweltansprüchen um Raum, Nahrung, den Geschlechtspartnern und um abiotische Umweltfaktoren. Es gibt intraspezifische und interspezifische Konkurrenz. Konkurrenz ist mit gegenseitigen Störeffekten unter den beteiligten Individuen (Konkurrenten) verbunden, die dazu führen können, daß:
- ein Konkurrent in seiner Lebensfähigkeit eingeschränkt ist,
- der konkurrenzschwächere Organismus (Art) eine andere ökologische Nische einnimmt
- die Art mit geringerem Vermehrungspotential ausgemerzt wird.
Konkurrent ist meist ein Prozeß, der zeitlich begrenzt wirksam ist, beispielsweise, wenn zwei Arten nur in bestimmten Phasen ihrer Individualentwicklung in Konkurrenz treten (z.B. Vögel mit gleichem Nistplatzansprüchen).
Konkurrenzauschluss. Im gleichen Lebensraum können zwei Arten mit völlig übereinstimmenden Umweltansprüchen, d.h. gleicher ökologischer Nische, nicht gleichzeitig existieren.
Konkurrenzverminderung (- vermeidung). Trotz sehr ähnlicher Umweltansprüche können Organismen im gleichen Lebensraum mit minimalen Konkurrenzerscheinungen vorkommen, wenn sie jeweils eine andere ökologische Nische einnehmen.
Innerartliche Beziehungen treten zwischen Angehörigen einer Art vor allen Dingen bei der geschlechtlichen Fortpflanzung und der Bildung von Gesellschaften auf. Sie wirken im Gegensatz zur innerartlichen Konkurrenz meist fördernd.
(Brutpflege, Nahrungssuche)
Zwischenartliche Beziehungen treten zwischen Angehörigen zweier oder mehrerer Arten auf. Sie sind häufig auf bestimmte Nahrungsbeziehungen gegründet (z.B. Parasitismus, Räuber- Beute- Beziehung).
Parasitismus ist eine Beziehung zwischen zwei Organismen unterschiedlicher Arten, von denen der eine (Parasit, Schmarotzer) den anderen, meist größeren Organismus (Wirt) in der Regel durch Stoffentzug oder durch giftig wirkende Exkrete oder Sekrete schädigt und sich von dessen Körpersubstanz oder dessen Nährungsstoffen ernährt.
Eine Symbiose ist eine Beziehung zwischen zwei oder mehreren Individuen verschiedener Arten mit gegenseitiger Abhängigkeit und gegenseitigem Nutzen. Für beide Partner ist diese Beziehung meist so bedeutungsvoll, daß sie ohne Symbiose nicht lebensfähig sind.
Viele Tiere stehen in einer Räuber- Beute- Beziehung zueinander, wobei das meist größere Tier (Räuber, Freßfeind), das kleinere Tier (Beutetier) vertilgt. Trotz der Tatsache, daß die Räuber- Beute- Beziehung zur Vernichtung des Beutetiers führt, geht in der Regel die Beuteart nicht zugrunde und die Räuberart nimmt nicht überhand, vielmehr bestehen voneinander abhängige Dichteschwankungen in den Räuber- und Beutepopulationen.
Eine Population umfaßt alle Individuen einer Art in einem abgegrenzten Lebensraum. Die Glieder einer Population bilden eine Fortpflanzungsgemeinschaft. Wichtige Merkmale einer Population sind die Altersstruktur, das Geschlechtsverhältnis der Glieder, die Geburten- und Sterberate, die Verteilung der Individuen im Lebensraum, die Größe und Dichte der Population.
Populationsgröße. Ist die Anzahl der Individuen in einer Population.
Populationsdichte. Ist die Anzahl der Individuen in einer Population bezogen auf die Größe des zur Verfügung stehenden Lebensraumes.

Anlaufphase: Die Zunahme der Populationsdichte erfolgt langsam. Sie ist oft abhängig von der Anzahl der Anfangsglieder.
Phase des exponentiellen Wachstums: Es erfolgt nach kurzer Zeit eine sehr rasche Zunahme der Individuen.
Stationäre Phase: Bei einer bestimmten Populationsdichte werden hemmende Faktoren wirksam (Raum- und Nahrungskonkurrenz, Gedrängefaktor), so daß sich das Wachstum der Population verlangsamt und schließlich zum Erliegen kommt.
Umweltwiderstand. Der Umweltwiderstand ist die Gesamtheit der hemmenden Umweltfaktoren, die auf das Wachstum einer Population begrenzend wirkt.
Kapazität des Lebensraumes. Die Kapazität ist das maximale Fassungsvermögen, die maximal mögliche Individuenanzahl einer Population in einem Lebensraum. Sie ist abhängig von der Gesamtheit der Umweltfaktoren und der Fähigkeit der Organismen diese auszunutzen.

Die
Populationsdichte wird von dichteunabhängigen Faktoren (z.B. abiotische
Umweltfaktoren, interspezifische Konkurrenz, Nahrungsangebot, nicht ansteckende
Krankheiten) sowie von dichteabhängigen Faktoren (z.B. Raum- und
Nahrungskonkurrenz, Revierverhalten, Anzahl der Feinde, ansteckende
Krankheiten) reguliert. Dichteabhängige Faktoren und Populationsdichte stehen
in Form von Regelkreisen miteinander in Beziehung.

+ = je
größer...desto mehr (oder umgekehrt)
- = je
größer...desto weniger (oder umgekehrt)
Die
Populationsdynamik umfaßt alle Veränderungen einer Population, insbesondere die
Schwankungen der Populationsdichte. Von einer Reihe von Arten sind langfristige
zyklische Populationsdichteschwankungen bekannt, bei denen es zu regelmäßigem
Massenwechsel kommt (z.B. bei Feldmäusen, Bisamratte, Luchs, Hase, einigen
Insektenarten).

Volterra Regel 1 (Regel der periodischen
Zyklen):
Die Dichte der Räuber-
und der Beutepopulation (bzw. der Wirts- und Parasitenpopulation) schwankt bei
konstanten Außenbedingungen periodisch. Dabei sind die Schwankungen (Maxima)
der Räuber- und der Beutepopulation phasenverschoben.
Volterra Regel 2
(Regel der Erhaltung der Durchschhnittsklassen):
Die Mittelwerte der
Populationsdichte bleiben bei beiden Arten bei unveränderten Außenbedingungen
relativ konstant.
Volterra Regel 3
(Regel der Störung der Mittelwerte):
Werden durch äußere
Einflüsse beide Populationen in gleichem Maße verringert, so erholt sich die
Beutepopulation stets vor der Räuberpopulation. (Das können unter anderem
Giftstoffe sein).
Die Volterraschen
Regeln gelten unter der Bedingung, daß eine Räuberart sich nur von einer
Beuteart ernährt, was in der Regel so einseitig in der Natur nicht vorkommt.
