Zusammengefaßt von Christian Freier

Bettina- von- Arnim- Oberschule Leistungskurs Biologie

Abiturvorbereitung     - lange Seite, bitte blättern -

 

Organismus und Umwelt

 

Ökosysteme als Einheit von Biozönose und Biotop

 

Merkmale von Ökosystemen

Ökosysteme sind gekennzeichnet durch:

-         ihren offenen Charakter

-         eine räumliche und zeitliche Struktur

-         charakteristische Nahrungsbeziehungen zwischen den Mitgliedern der Biozönose und einen damit verbundenen Stoff- und Energiefluß,

-         Selbstregulation und relative Stabilität,

-         Entwicklung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nahrungsketten- Nahrungsnetze

Die Organismen eines Ökosystems sind über Nahrungsbeziehungen miteinander verbunden. Eine Nahrungskette umfaßt Organismen, die sich in einer bestimmten Reihenfolge voneinander ernähren. Sie kann zwei bis maximal fünf Glieder umfassen. In der Regel sind  mehrere Nahrungsketten zu einem Nahrungsnetz verknüpft, wodurch die einzelnen Arten Glieder mehrerer Nahrungsketten sind. (Trophieebenen)

Jedes Glied der Nahrungskette kann in abgestorbenem Zustand als Zerfallsprodukt von zersetzenden Tieren (z.B. Regenwurm) und verschiedenen Mikroorganismen (Bakterien und Pilzen) als Nahrung genutzt werden.

Produzenten. Sind autotrophe Organismen (Pflanzen). Sie stehen stets am Anfang einer Nahrungskette.

Konsumenten. Sind alle sich ernährenden Organismen. Primärkonsumenten (Konsumenten 1. Ordnung, Pflanzenfresser) ernähren sich von Produzenten. Sekundärkonsumenten (Konsumenten 2. Ordnung, Fleischfresser) ernähren sich von Primärkonsumenten.

Destruenten und Reduzenten. Destruenten sind tierische Organismen, die sich von toter organischer Substanz (z.B. Falllaub, abgestorbene Tiere, Kot) ernähren und dieses Material zerkleinern. Reduzenten sind Pilze und Bakterien, die totes organisches Material mineralisieren.

 

 

Energiefluß

Der Energiefluß in Ökosystemen ist eng mit dem Stofffluß verbunden. Dabei stellt die Lichtenergie die Energiequelle für die Fotosynthese dar. Die in den organischen Stoffen gebundene Energie wird von Stufe zu Stufe der Nahrungskette geringer, weil ein großer teil an Energie in Form von Wärme an die Umwelt abgestrahlt wird. Ein weiterer Teil der Energie ist in Abfallstoffen gebunden. Lange Nahrungsketten sind mit erheblichen Energieverlusten verbunden. Deshalb haben Nahrungsketten in der Regel maximal fünf Glieder.

 

Selbstregulation eines Ökosystems

Die Selbstregulation eines Ökosystems ist die Fähigkeit, trotz seines stofflich und energetisch offenen Charakters und trotz ständig sich verändernder Umweltfaktoren (z.B. tageszeitliche und jahreszeitliche Schwankungen) die Zusammensetzung der Biozönose und die Populationsdichte der verschiedenen Arten in der Regel längere Zeit konstant zu halten. Dabei können Störfaktoren (Umweltfaktoren, die in ihrer Wirkung die Grenzen der Toleranzbereiche der Organismen berühren) oft weit gehend ausgeglichen werden.

Ökologisches Gleichgewicht. Das ökologische Gleichgewicht liegt vor, wenn trotz ständiger Schwankungen der abiotischen Umweltfaktoren ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen den Populationen vorliegt und zwischen Produzenten, Konsumenten und Destruenten ein ungestörter Stofffluß möglich ist.